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Literarische Querelle

10/3/2017

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In der NZZ gab es vor kurzem eine Debatte zwischen zwei Schriftstellern. Felix Philipp Ingold bedauert, dass sich die literarische Sprache immer mehr der Alltagsprache annähert und dass beide ineinander übergehen mit dem Effekt, dass sich die zeitgenössische Literatur nur noch durch ihre Stillosigkeit auszeichnet, während Martin R. Dean dafür argumentiert, dass diese Sichtweise normsetzend und veraltet ist. Literatur entsteht durch unterschiedliche, persönliche Schreiberfahrungen und -prozesse; objektive Kriterien für eine Literaturbezeichnung gäbe es somit nicht.
In einem Kommentar erinnert Romain Racine daran, dass diese Polemik nicht neu ist, sondern mindestens bis auf die Querelle des Anciens et des Modernes zurückgeht, er schlägt deshalb vor, die Debatte in ihrer Historizität neu zu betrachten. 
Literatur als Spiegel der Gesellschaft (R. Racine)
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